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Während es für junge Professionals in den MINT Bereichen eine Vielzahl direkter Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf gibt, funktioniert der kulturellen Sektor grundsätzlich anders. Cultural Entrepreneurs brauchen ein Environment von Kollaboration, Inspiration und gegenseitigen Unterstützung, bekommen bislang aber wenig dahingehende strategische Unterstützung.

Das RAAMWERK als Creative Hub, also als kreativer Knotenpunkt, soll zunächst prototypisch in Kassel getestet werden. Die mittelgroße hessische Stadt bildet dafür die ideale Ausgangslage: Trotz ihrer bereits ausgeprägten kulturellen Szene und dem großen Universitätsstandort, an dem jährlich eine Vielzahl von Studierenden aus den Bereichen Architektur, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie der Kunsthochschule die akademische Ausbildungsphase beendet, kehrt der Großteil dieser hoch ausgebildeten Kultur- und Kreativschaffenden, der Stadt den Rücken sobald es heißt, nächste Schritte in Richtung Wirtschaftlichkeit zu gehen.

Dieses Problem kennen viele mittelgroße Städte nur zu gut. Sie verlieren ihre jungen Professionals aus dem Kultur- und Kreativsektor nach deren Abschluss an “Szene”-Städte wie Berlin oder Hamburg – Städte, die ein deutlich dichteres Netz an Möglichkeiten und Kontakten bieten können und dadurch das eigene Arbeiten kultureller UnternehmerInnen in besonderer Weise inspirieren und fördern. Während in den Metropolen zwar mehr Angebot aber reell natürlich auch mehr Nachfrage herrscht, könnten mittelgroße Städte sich durch ein zielgerichtetes Angebot für den Kreativsektor profilieren.

Die Idee ist, ein replizierbares und skalierbares Methoden Kit zu realisieren, das zuerst in Kassel getestet wird und im nächsten Schritt in weiteren hessischen Städten als Beratungsangebot Anwendung findet. Langfristig soll so das Anliegen, Hessen als relevanten Spieler in der bundesweiten Kreativwirtschaft zu etablieren, voran gebracht werden.